Entwicklungspsychologie in der frühen Kindheit zur Begleitung, Unterstützung und Förderung der motorischen, emotionalen und kognitiven Entwicklung

Reflexintegrativer Ansatz (F98.8 nach ICD-10) als Frühinterventions- und Präventionskonzept von Betreuungsformen bis hin zur Eltern-Säugling-Kleinkind-Psychotherapie

Bereits im Mutterleib unterstützen die frühkindlichen Reflexe das ungeborene Kind. Bei der Geburt ist die Entwicklung des Zentralnervensystems noch nicht abgeschlossen und die Hirnrinde noch nicht in der Lage, die tieferliegenden Hirnanteile zu beeinflussen. Deshalb werden die Körperbewegungen des Neugeborenen von Primärreflexen, Hirnstamm, Rückenmark und Teilen des Zentralnervensystems übernommen, indem sie das Bewegungsverhalten in den ersten Wochen lenken, bevor dies durch das Lernen von Bewegungsvariationen überlagert wird.

Die frühkindlichen Reflexe sind erste Bewegungsmuster und als unwillkürliche Reaktionen zu betrachten, die spontan und plötzlich durch Berührung, laute Geräusche oder schnelle Bewegungen geschehen. Darüber hinaus gibt es verschiedene Reflexe wie z.B. primitive Bewegungsmuster, die bereits bei der Geburt vorhanden sind, andere erscheinen erst später während der kindlichen Entwicklung und verschwinden anschließend im Alter zwischen dreieinhalb und vier Monaten, wieder andere werden sogar später in die natürlichen Bewegungsentwicklungen integriert, andere bleiben sogar das ganze Leben lang bestehen.

Reflexintegration

Genauer gesagt sind frühkindliche Reflexe erste unwillkürliche Bewegungsmuster, die während der Schwangerschaft entwickelt werden, aber als unintegrierte Reflexe erst im ersten Lebensjahr auftreten. Diese können die unterschiedlichen Entwicklungsphasen erschweren und gleichbleibende Reflexe in den ablaufenden Bewegungen auslösen. Daraus lassen sich die frühkindlichen Reflexe den grundlegenden Bausteinen für die Entwicklung der Nervenzellen zuordnen, die für die Reifung des Ungeborenen in der Schwangerschaft verantwortlich sind, um einen normalen Geburtsvorgang zu unterstützen. Denn nach der Geburt sorgen diese frühkindlichen Reflexe weiterhin für die Entwicklung der Neugeborenen bis zum Laufen, Sprechen, Sehen, Hören und der sozialen Ebene des Säuglings und Kleinkindes.

Der reflexintegrative Ansatz ist eine integrierte Bewegungs- und übungsbehandlung, um Auffälligkeiten wie z.B. Bewegungsarmut, Kraftlosigkeit, Unruhe, Unkonzentriertheit, überempfindlichkeit gegen Berührung und Bewegung und deren Zusammenhänge mit den fortbestehenden frühkindlichen Reflexen zu reduzieren. Neuromotorischer Unreife in Lernen, emotional-sozialem Verhalten sowie Bewegungsauffälligkeiten, Wahrnehmungsstörungen und Entwicklungsverzögerungen bei Bewegungen, beim Spielen, bei motorischem, kognitivem, emotionalem oder hyperkinetischem Verhalten, die in Verbindung mit frühkindlichen Reflexen stehen, soll entgegengewirkt werden. Durch das Erkennen und Verstehen der Schwierigkeiten des Babys können Bewegungs- und übungsbehandlungen eingeleitet werden beispielsweise indem aufgezeigt wird, wie das Kind im Alltag unterstützt und gefördert werden kann.

Hinweis

Ein medizinischer Befund muss ausgeschlossen sein.

Unsere Therapie umfasst die Erkennung, Erforschung und Analyse von Ursachen, die Behandlung und Vorbeugung von Beschwerden und Leidenszuständen, an deren Verursachung psychosoziale und somatoforme Faktoren einschließlich dadurch bedingter körperlich-seelischer Wechselwirkungen maßgeblich beteiligt sind. Die Therapie ist präventiv und ergänzend ausgerichtet und ersetzt keine schulmedizinische Behandlung oder die Einnahme von Medikamenten.

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